Artikel mit dem Tag "kinder heute"



30. Oktober 2018
Noch überwältigt von der Buchmesse, saß ich vor einigen Wochen im Zug auf dem Rückweg nach Hamburg, regelrecht erschlagen von Tausenden von Neuerscheinungen, von denen mir selbst so viele in Erinnerung geblieben sind, weil ich sie gerne auf der Stelle lesen möchte. Ich blätterte durch meine Aufzeichnungen und Unterlagen, las zwei Artikel in der Zeit, guckte aus dem Fenster und döste vor mich hin. Hinterher dachte ich: Wäre dies nicht der perfekte Moment gewesen, ein Buch zu lesen? Und...
04. Juli 2018
Sechs Uhr aufstehen, wie immer Brotboxen machen, dabei von hinten eine Stimme, „Ich mag aber keine Karotten!“, also, Karotten raus und durch Würstchen ersetzen. Zwei Kinder auf den Weg in die Schule schicken und ein Kind in den Kindergarten bringen, dann ein schneller Blick auf die Uhr: drei Stunden intensiv arbeiten, dann ist noch genug Zeit für einen schnellen Sprung ins Schwimmbad, schließlich ist nur einmal im Leben Sommer in Hamburg.
24. Mai 2018
Wer kennt sie nicht, Sätze wie „Nimm deinen Ranzen nach der Schule mit in dein Zimmer! Tue Box und Wasserflasche in die Spülmaschine! Was liegt denn da wieder alles auf dem Boden rum, und was ist das alles auf deinem Stuhl? Deine Zahnspange muss dringend wieder in Kukident! Deine … Das sind doch alles wirklich dämliche, lästige Sätze, die zudem auch noch überflüssig sind, stellte ich letztens ganz selbstkritisch fest. Jetzt mal ehrlich, was bringen diese Kommentare bzw. To-Do-Listen...
04. April 2018
Bei uns im Kinderzimmer ist letztens etwas gelandet: Es ist eine besondere Rakete, wurde mir erklärt. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handle sich um ein stinknormales IKEA Zelt, aber das denkt man nur. Das rot-weiß gestreifte Ding ist nämlich eine Sorgenmaschine und funktioniert wie folgt: „Man muss die Sorgen ganz leise in die Hand flüstern und einsteigen.
28. Februar 2018
Gestern stand auf einmal meine fünfjährige Tochter neben meinem Schreibtisch, von oben bis unten mit Farbspritzern bekleckst, und sagte: „Weißt Du, was ich einmal werden will?“ Natürlich wusste ich das nicht. Da sagte sie strahlend, „Malerin!“. In diesem Moment hatte ich ein Déjà-vu, ich selbst stand dort, mit fünf Jahren. Damals war auch für mich tatsächlich der einzig mögliche Beruf Malerin. Kurz darauf kam meine zweite Tochter in mein Büro.
29. November 2017
Letztens fuhr ich zu einem achtzigsten Geburtstag und hatte im Taxi wirklich interessante Gespräche. Hinterher dachte ich: Ich sollte das vielleicht öfter tun, auch einfach mal einen achtzigsten Geburtstag vortäuschen, weil das ganz offensichtlich ein guter Anlass für ein offenes Gespräch ist. Mein Taxifahrer vom Hinweg, um 17:30, hatte volle Bewunderung für die Jubilarin, weil sie erst um 18 Uhr feierte, das fand er äußerst abgefahren („12 Uhr, 13 Uhr, das ist normal!“).
21. November 2017
Kleister um einen Luftballon herummatschen, das hatte ich seit dem Kindergarten nicht mehr gemacht, aber es lohnt sich, allein schon für dieses besondere Geräusch, wenn der Luftballon unter dem hart gewordenen Pappmaché zerplatzt. Unsere Laternen heben sich deutlich ab von all den Bastelset-Laternen und was am Wichtigsten ist: Wir haben echtes Licht! Echte Kerzen! Ich finde das einfach toll.
09. Oktober 2017
Irgendwie hat sie keinen Platz hier bei uns, in unserem Kulturkreis, im unserem Alltag: Die Langsamkeit. Sie wurde einfach rausgeschmissen und verdrängt, obwohl sie uns allen mit Sicherheit guttun würde. Natürlich kann man zwischen verschiedenen Terminen durchschnaufen oder sich vielleicht sogar den Luxus erlauben, zehn Minuten aus dem Fenster zu gucken und nichts zu tun, aber dann geht es im gewohnten Tempo weiter, langsamer wird es dadurch nicht - im Gegenteil, man macht die Dinge eher...
22. September 2017
Manchmal träume ich davon, von diesem besonderen Schulgeruch. Und damit meine ich nicht den, der in der Sporthalle oder in den Chemieräumen lauerte (der war auch speziell). Nein, ich meine den normalen. Letzte Woche hatte ich ihn ganz stark in der Nase. Ich saß mit dem Rücken an einer Gelbklinkerwand und guckte auf die grüne Tafel. Auf einmal dachte ich:
14. September 2017
Früher hatten wir Freunde aus der Schule, vom gemeinsamen Sport oder aus der Nachbarschaft. Wir haben uns auf der Straße getroffen, sind zusammen Rad gefahren, haben Federball gespielt oder haben Klingelstreiche gemacht. Ich bin mir sicher, dass es natürlich auch heute noch viele Kinder gibt, die genau das mit ihren Freunden und Freundinnen tun. Immer öfter jedoch bestehen Freundschaften auch aus Whatsappen, Skypen oder altmodisch Briefe und Postkarten schreiben. Und warum?

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